Mitarbeit am Projekt
Wie groß sollte die Kontrollfläche sein?So groß wie möglich! Aber: Die Größe der Kontrollfläche hängt von der Landschaftsstruktur, den zu bearbeitenden Arten und von der Ihnen zu Verfügung stehenden Zeit ab. Die Fläche sollte so groß sein, dass Sie sie in guter Qualität über mehrere Jahre bearbeiten können. Es nützt nichts, sich im ersten Jahr mit einer zu groß gewählten Fläche abzumühen, diese aber in den folgenden Jahren nicht mehr mit der gleichen Qualität bearbeiten zu können. Jedoch ist es auch nicht gut, zuerst eine kleine Kontrollfläche zu bearbeiten und diese von Jahr zu Jahr zu vergrößern.
Wollen Sie nur eine Art bearbeiten, so wählen Sie die Fläche sicher etwas größer (z.B. 100 km²), bearbeiten Sie alle Arten, so ist eine Fläche von 80 km² für eine Einzelperson oft schon kaum zu schaffen.
Flächen unter 15 km² nehmen wir nur in Ausnahmefällen auf.
In konkreten Einzelfällen sollten Sie uns Ihr Vorhaben vor Beginn kurz vorstellen, damit wir gemeinsam entscheiden können, ob die Flächengröße so für das Monitoring ausreichend ist.
Ideal sind Meßtischblätter (MTB, TK25) oder Quadranten davon.
Wenn Sie wissen wollen, ob und wie Sie an dem Projekt aktiv teilnehmen können, dann schauen Sie sich die folgenden Punkte an: a) Sie kontrollieren bereits seit einigen Jahren auf einer selbstgewählten Fläche (z.B. einer Gemeinde, einem größeren Waldgebiet mit Feldflur usw.) den Bestand von Greifvögeln (oder nur von einer Art, z.B. vom Habicht) oder (und) von Eulen. Und eventuell kontrollieren Sie auch den Bruterfolg. oder b) Sie beringen seit einiger Zeit auf einer Fläche Greifvögel oder Eulen. Sie wissen eventuell aber auch über die Brutpaare Bescheid, die keinen Bruterfolg hatten. oder c) Sie haben auf einer fest definierten Flächen (z.B. einem Landkreis) viele Kästen aufgehängt (z.B. für Schleiereule oder Steinkauz) und Sie haben einen genauen Überblick, in welchen Kästen wann eine Brut stattfand (und eventuell auch, wieviel Jungvögel ausgeflogen sind, weil Sie diese vielleicht beringen dürfen). Dann
- füllen Sie bitten einmal den Bogen A ("Gebietsbogen") und für jedes Jahr einen Bogen B ("Erfassungsbogen") aus. Die Bogen können Sie hier herunterladen (siehe unten) oder in Papierform bei uns anfordern.
- Wenn Sie Zweifel haben, ob Ihre Fläche für unser Monitoring geeignet ist, so stellen Sie uns Ihr Gebiet und Ihre Aktivitäten per Brief oder e-mail kurz vor, und wir entscheiden gemeinsam mit Ihnen das weitere Vorgehen.
d) Sie waren früher aktiv (wie in a) bis c) beschrieben) und haben eventuell Ihre Ergebnisse bereit publiziert. Jetzt kommen Sie nicht mehr dazu, diesem Hobby nachzugehen oder Sie haben Ihr Untersuchungsthema oder Ihr Gebiet gewechselt. Dann
- würden wir uns freuen, wenn Sie sich mit Ihren Angaben trotzdem bei uns beteiligen, da wir ältere Angaben unbedingt zum Vergleich mit aktuellen Untersuchungen benötigen.
e) Sie sind bisher noch nicht regelmäßig auf einer Fläche aktiv, wollen sich aber gern beteiligen und wissen auch etwa, daß Sie mindestens den nächsten 2 bis 3 Jahren dafür die Zeit finden. Dann
- suchen wir gemeinsam mit Ihnen eine Fläche heraus, die Sie in Zukunft bearbeiten können, so daß Ihre Ergebnisse für unser Gemeinschaftswerk sinnvoll sind.
- der zeitweise Ausfall von einem Bearbeiter dann besser kompensiert werden kann,
- eine größere Fläche bearbeitet werden kann,
- es in einer Gemeinschaft einfach mehr Spaß macht.
Qualität und Vergleichbarkeit ist uns wichtiger als Quantität.
In Deutschland haben sich zur Bearbeitung Meßtischblätter (MTB, TK-25) bewährt. Bei einer Größe von ca. 125 km ist eine solche Fläche jedoch wirklich kaum von nur einem Feldornithologen allein in ausreichender Qualität zu bearbeiten. Suchen Sie sich Verbündete!
Bitte unterschätzen Sie nicht die Zeit, die für eine solide Untersuchung nötig ist
Erfassungsbögen Die Daten des Projektes werden in 2 Erfassungsbögen übermittelt, Bogen A charakterisiert die Kontrollfläche (er braucht nur einmal ausgefüllt werden) und Bogen B der enthält die Angaben zum Vorkommen, zum Bestand und zur Reproduktion (er ist jährlich auszufüllen). Die beiden Erfassungsbögen können Sie hier ansehen bzw. herunterladen: als MS-Excel 97 - Datei:
Bogen A (deutsch): "bogen_a.xls" - 42 kB
Bogen B (deutsch): "bogen_b.xls" - 48 kB als Grafik-Dateien
Bogen A (deutsch): "dt_A.gif" - 54 kB
Bogen B (deutsch): "dt_B.gif" - 96 kB
Sie können die Bögen aber auch einfach bei uns bestellen, und wir schicken sie mit der Post zu.
Bitte beachten Sie unbedingt die:
Hinweise zum Ausfüllen der Erfassungsbögen
| Bogen A |
Wünschenswert ist die Bearbeitung ganzer Landschaftsausschnitte, unter Einbeziehung von Wäldern, landwirtschaftlichen Nutzflächen usw. Dazu bieten sich z.B. Meßtischblattflächen, Kreisgebiete oder Städte, Landschaftsschutzgebiete und Naturschutzgebiete an. Diese haben den Vorzug, betreffs Lage und Ausdehnung genau definiert zu sein. Darüber hinaus ist die Bearbeitung individuell festgelegter Flächen möglich.
Um eine Skizze oder ein Kartenausschnitt, aus dem die Lage des Gebietes hervorgeht, wird gebeten. Die so festgelegte Fläche sollte in den folgenden Jahren beibehalten werden. Bitte schätzen Sie die Anteile der aufgeführten Landschaftsformen (Waldfläche usw.), und nehmen Sie eine Zuordnung zu den einzelnen Kategorien (0 - 100%) laut Tabelle vor. Ein Kreuz an entsprechender Stelle genügt.
| Bogen B |
Spalte 2: Die mit Sicherheit zur Brutzeit fehlenden Arten ankreuzen.
Spalte 3: Alle Arten, die sich zur Brutzeit im Gebiet aufhalten, aber kein Revierverhalten oder Anzeichen des Brütens zeigen (Gastvögel und Übersommerer, keine Durchzügler!)
Spalten 4 - 6: Konkrete Zahlenangaben zu allen Arten, die ein Territorium besetzt halten, Balz- und Brutverhalten zeigen bzw. deren Brüten erwiesen ist. Drei Kategorien werden unterschieden:
A Reviere, die von Nichtbrütern besetzt sind,
B wahrscheinliche Brutpaare (ein sicherer Brutnachweis konnte nicht erbracht werden),
C sichere Brutpaare.
Tragen Sie die genaue Anzahl der jeweiligen Territorien ein. Falls bei A und B keine Angaben möglich sind, wird ein Fragezeichen gesetzt. Dadurch wird verdeutlicht, daß der genaue Bestand unbekannt ist.
Spalte 7: Anzahl aller besetzten Brutreviere (A+B+C).
Lassen Sie bitte Spalte 4-7 frei, wenn Sie keine hinlänglich genauen Angaben über den Gesamtbestand machen können! Angaben zur Reproduktion Spalte 8: Nur die Anzahl der Brutpaare vermerken, bei denen die exakte Anzahl der Jungen bekannt ist. Dies schließt Brutpaare ohne Bruterfolg, also mit 0 Jungen, ein! Erfolgreiche Bruten mit unbekannter Jungenzahl bleiben an dieser Stelle unberücksichtigt. Erfassen Sie die erfolglosen Brutpaare nicht oder nur unzureichend (Paare, die mit dem Brüten begonnen haben, die aber diese Brut nicht erfolgreich zu Ende geführt haben), so vermerken Sie dies bitte auf der Rückseite.
Spalte 9 - 19: Die kontrollierten Brutpaare werden hier entsprechend ihrer Jungenzahl aufgeschlüsselt (Spalte 9: erfolglose Brutpaare, Spalte 10: Brutpaare mit 1 flüggen Jungvogel usw.) Angegeben wird die Jungenzahl je Brutpaar, nicht je Brut! Beachten Sie dies bei Nachgelegen oder Zweitgelegen (Tyto alba). Solche Fälle bitte zusätzlich auf der Rückseite aufschlüsseln.
Spalte 20: Gesamtzahl der flüggen Jungvögel eintragen.
Spalte 21: Erfolgreiche Brutpaare, bei denen die genaue Jungenzahl nicht ermittelt werden konnte.
Repräsentative Angaben zur Reproduktion sind auch dann erwünscht, wenn keine flächendeckenden Siedlungsdichteuntersuchungen vorgenommen wurden. In Spalte 1 wird dann ein "R" eingetragen, die Spalten 4-7 bleiben frei. Sollten Sie bereits über Datenreihen aus zurückliegenden Jahren verfügen oder aber mehrere Kontrollflächen bearbeiten, dann fordern Sie bitte die entsprechende Anzahl Erfassungsbögen an. Wir hoffen auf eine gute und dauerhafte Zusammenarbeit und wünschen Ihnen bei der Freilandarbeit und der Aufbereitung Ihrer Ergebnisse viel Erfolg. Einsendeschluß der Erfassungsbögen für den aktuellen Jahresbericht ist der 31. Oktober.
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